(geschrieben von Uta Schlegel-Holzmann )
Es ist nicht erwiesen, aber immerhin wahrscheinlich, daß in jdem Schwaben ein Dichter steckt. Nur weiß das nicht jeder. Und dann eines Tages passiert es. Das Talent wird berührt, oft bei einem eher beiläufigen Anlaß, und jetzt bricht es mächtig hervor, drängt nach Entfaltung, nimmt vom Dichter Besitz und wird ihn nie mehr in Ruhe lassen. Von da an dichtet es in ihm.
Grad so war es bei Rolf Gerlach. Aus Profession ist er Pädgoge, Rektor der Friedensschule in Pleidelsheim. Aus Passion ist er schwäbischer Mundartdichter. Das wird er auch bleiben, keine Frage, schließlich legt er hier nun schon innerhalb kurzer Zeit nach seinem erfolgreichen Erstling "Scho bassiert" den zweiten wiederum schön illustrierten Gedichtband vor, und die Leidenschaft des Poeten wird schon dafür sorgen, das dies ncht der letzte sein wird.
Rolf Gerlach ist aber nicht nur Mundartdichter. Er ist ein Bewahrer der Alltagsgeschichten. Er hütet jede kleine Ereignisse, die ohne das Weitersagen veloren gehen, und die sprachlichen Eigentümlichkeiten, die dahinsterben, wenn sie nicht der Dichter lebendig erhält. Dehalb müssen manche recht deftig sein. Damit man die Wurzeln riecht.
Einer seiner Figuren schenkt der gebürtige Stuttgater, seine besondere Liebe. Einem gewissen Fritzle. Das ist einerseits eine Erinnerung an das legändere "Rundfunkfritzle", den unvergessenen Künstler Erich Hermann, und andererseits eine Reverenz an diesen Mann, der sein Schwiegervater war und der sicher genausoviel Sapß an den Gedichten hätte wie die Leser und die Lausche bei Lesungen.
Da passiert es nämlich, daß die Leute aus vollem herzen lachen - was kann ihnen besseres passieren?
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Eduard Thinschmidt ist ein Pleidelsheimer Künstler