Bekannte Schwaben

Bekannte Schwaben im Schwabenländle

Bekannt zu sein wie ein bunter Hund, muss nicht immer ein Vorteil sein, wie dieses schwäbische Gedicht von Rolf Gerlach zeigt. Der Schuß kann auch mal deutlich nach hinten los gehen.

Bekannt wie ein bunter Hund

En jedr Ehe gibt's den Dag.
Für manche isch'r glaub a Plag.
Deshalb wird'r oft vergessa
bei manche gibt's a Feschddagessa.

Dr Hochzeitstag isch's, den i moin,
denn sonschd gibt es vermutlich koin,
bei dem, wenn oimâl den vergisch,
dei Hausfrieda em Oimer isch.
.... wie es weitrgeht, mit dem Hausfrieden und dem Bekanntheitsgrad, erfahren Sie in meinem Buch "Dr Lehmbolla" auf Seite 44

Wenn man bekannt wie ein bunter Hund ist

Bekanntheit wirkt auf den ersten Blick attraktiv, doch sie hat auch ihre Tücken. Wer überall erkannt wird, verliert ein Stück Privatsphäre und die Freiheit, sich ungestört zu bewegen. Erwartungen von außen steigen, jede Handlung wird beobachtet und kommentiert, und echte, unverstellte Begegnungen werden seltener. Statt Ruhe und Normalität entsteht oft Druck, ständig funktionieren zu müssen. Deshalb kann es wohltuend sein, nicht überall im Rampenlicht zu stehen – denn ein wenig Anonymität schützt, entspannt und lässt Raum für ein authentisches Leben.

Für wen eignet sich das Gedicht über den Herrn Ackermann?

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